Hörspiel des Monats: Epitaph
Aus der Begründung der Jury: "Obwohl eine Flut von Texten und Hörspielen zum Thema Nationalsozialismus und Holocaust vorliegt, findet das Hörspiel einen verblüffenden Weg, das Thema neu erfahrbar zu machen. Durch die ausschließliche Aufzählung von Formulierungen und Textpassagen aus überliefertem Aktenmaterial, Auszügen aus Dokumenten und Zitaten aus Behörden-Schriftstücken verdeutlicht diese Arbeit das Grauen im Alltag einer entmenschlichten Zeit. In den verwendeten Wortlauten vermittelt sich eine Banalität, die in ihrer unendlichen Akribie und ihrer absoluten Emotionslosigkeit erschauern lässt. Jeder Satz, jede verkürzte Aktennotiz steht für sich und benötigt weder die Einbettung in eine Geschichte noch jegliche Kommentierung. Heimrad Bäcker, Regisseur Ronald Steckel und den Sprechern ist es gelungen, aus Versatzstücken der Bürokratie eine ganz eigene Radio-Poesie zu schaffen."
Textfassung/Regie: Ronald Steckel
Darsteller: Martin Engler, Arne Fuhrmann, Max Hopp, Kathleen Morgeneyer, Linda Olsansky, Maria Simon und Christoph Tomanek
Produktion: Radio Bremen/ Westdeutscher Rundfunk 2003
Länge: 78’30
Darsteller: Martin Engler, Arne Fuhrmann, Max Hopp, Kathleen Morgeneyer, Linda Olsansky, Maria Simon und Christoph Tomanek
Produktion: Radio Bremen/ Westdeutscher Rundfunk 2003
Länge: 78’30