Mutter Hamburg

Von Adolf Schröder |
"Ich heiße Manja Altmann. Ich kam aus Polen. Ich war 5 Jahre alt." Am Abend, wenn die Stille den Fluss erobert und die Nacht ihre Tücher um die Häuser schlägt, sind die Stimmen der toten Kinder wieder da. Sie fragen nach unseren Wegen durch die Einsamkeit dieser Stadt.
Sie wissen nicht, wie wir leben. Sie kamen nach Neuengamme aus Frankreich, aus Holland, aus Italien, aus Polen. Was ihnen geschah, bevor man sie in einem Heizungskeller umbrachte, wissen die Täter.

Das Hörspiel erinnert mit poetischer Kraft an die Kinder vom Bullenhuser Damm.

Regie: Heinz von Cramer
Darsteller: die Kinder Maud, Judith, Wyn, Anton, Lili u.v.a. - und Chris Pichler, Markus Meyer, Horst Bollmann, Christine Oesterlein u.v.a.
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2008
Länge: 41'25

Adolf Schröder (1938-2008) lebte in Hamburg. Er studierte Geschichte und Germanistik, schrieb Prosa und zahlreiche Hörspiele. Deutschlandradio produzierte u.a.: "Elsa Roth. Ein Bericht" (2003), "Nebelflecken" (2006) und nun sein letztes Hörspiel "Mutter Hamburg". Adolf Schröder starb am 8. Mai 2008.

anschließend: "Erinnerungen,die man nicht mehr los wird" - Der Hörspielautor Adolf Schröder
Autor und Regie: Götz Schmedes
Produktion: DLR Berlin 2004
Länge: 13'48